Verlagsankündigung 6. Deutscher Männergesundheitsbericht

Martin Dinges & Anne Maria Möller-Leimkühler (Hg.)

Gewalterfahrungen von Jungen und Männern und die Folgen für ihre Gesundheit 

Sechster Deutscher Männergesundheitsbericht der Stiftung Männergesundheit

3461.jpg

Männer sind im jungen Alter häufiger und generell anders als Frauen von Gewalt betroffen. Da Männer jedoch gesellschaftlich in erster Linie als Täter wahrgenommen werden, ist die Forschungslage zu ihren Gewalterlebnissen als Opfer und deren erhebliche Auswirkungen auf ihre Gesundheit völlig unzureichend.

Führende Fachleute haben die verstreuten Erkenntnisse zusammengetragen und präsentieren sie entlang des Lebenslaufes: Die Lebensphasen Kindheit, Jugend, frühes Erwachsenenalter über Berufsleben, Partnerschaft und Familie bis zum hohen Alter werden betrachtet. Ein besonderer Fokus liegt auf Blaulichtberufen und Militär sowie auf vulnerablen Lebenslagen wie psychischer Krankheit, Flucht und Wohnungslosigkeit. Systematische Kapitel betreffen die Forschungslage, Folgen für die körperliche und psychische Gesundheit und die bisherigen Ansätze zur Prävention. Vorschläge zur Verbesserung der Versorgung runden den Band ab.

Mit Beiträgen von Dirk Bange, Bernhard Bogerts, Manfred Buchner, Peter Caspari, Martin Dinges, Anke Dreier-Horning, Manuela Dudeck, Heide Glaesmer, Thomas Görgen, Johannes Hildebrandt, Catarina Katzer, Franziska Kleuters, Phil C. Langer, Hans-Joachim Lenz, Michael Meuser, Anne Maria Möller-Leimkühler, Yuriy Nesterko, Gunter Neubauer, Paul Neupert, Ralf Puchert, Frank Scheinert, Matthias Schneider, Andreas Schoppa, Hartwig Schuck, Johannes Siegrist, Hubert Steger, Birgitta Sticher und Sebastian Wenger

ca. 320 Seiten, 44,90 €
ISBN-13: 978-3-8379-3461-8
Verfügbar ab 01.11.2025
https://psychosozial-verlag.de/programm/2000/2700/3461-detail

Fachöffentliche Präsentation des Berichts im Rahmen eines Fachtags am Freitag, 28. November 2025 in Heidelberg – Einladung folgt.

Zuständigkeiten beim BMG, BMFSFJ und BIÖG

Bundesministerium für Gesundheit (BMG)

• Dr. Birgit Cobbers
Referatsleitung 322; Zielgruppenspezifische Gesundheitsförderung und Prävention

• Benedikt Hoffmann
Referat 322; Zielgruppenspezifische Gesundheitsförderung und Prävention

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

• Christian Hoenisch
Referat 415; Gleichstellungspolitik für Jungen und Männer

• Dr. Lennart Krause
Referat 415; Gleichstellungspolitik für Jungen und Männer

Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)

• Dr. Christoph Aluttis
Referatsleitung Q6; Erwachsene, Ältere, Frauen- und Männergesundheit, gesundheitliche Chancengleichheit

Quelle: https://www.maennergesundheitsportal.de/qualitaet/

Männerschuppen als Gesundheitsressource für Männer · Webinar Fr 13.06.25, 14:00 – 16:30

Die kostenlose Online-Tagung via Zoom findet im Rahmen der diesjährigen Internationalen Männergesundheitswoche statt.
Anmeldungen per E-Mail an Juliane Rahl.
Den Zugangslink versenden wir mit der Anmeldebestätigung.

Weitere Informationen und Details gibt es auf der Veranstaltungsseite.

Programm

14.00 Uhr 

Begrüßung
Bernd Bauer-Banzhaf, Männerschuppen Bamberg
Doris Bardehle, Stiftung Männergesundheit

14.10 Uhr 

Übersicht international & in Deutschland
Prof. Doris Bardehle, Stiftung Männergesundheit, Berlin

14.20 Uhr 
Männerschuppen Leinfelden-Echterdingen (2015) 
Schwerpunkt: handwerkliche Ausrichtung mit und ohne Demenz
Hans Haug / Christina Ost

14.35 Uhr 
Männerschuppen auf der Insel Poel
Die Entstehung eines norddeutschen Männerschuppens auf der Insel Poel
– Warum einen Männerschuppen gründen?
– Wie fängt Mann damit an?
– Wie weit sind wir? Was machen wir?
– Resonanz von den Mitgliedern & der Öffentlichkeit
– Wo wollen wir hin?
Andrew Gordon

14.50 Uhr
Erfahrungen und Vorschläge zu Männergruppen in Mehrgenerationenhäusern (MGH)
Stephan Reich, Stadt Rödermark

15.15 Uhr 
Diskussionsbeiträge

– Jens Geithner „Treidelpfad“ und „Musikprojekt für erwerbslose Männer“
– Laura Heitmann Gesundheitsförderung für Männer im Quartier – Das Projekt „Männersache Gesundheit Osterholz“
– Daniel Deggelmann „Männergruppe mit Lernbeeinträchtigung“ profamilia im Paritätischen Wohlfahrtsverband B-W
– Ingo Bernard „Das Männergruppen-Netzwerk e.V.“

16.00 Uhr 
Resumé

16.20 Uhr 
Schlusswort
Doris Bardehle, Stiftung Männergesundheit

Internationale Männergesundheitswoche 10. – 15.06.25

„Kenne Dein Risiko!“ – Online-Programm

In der nächsten Woche finden täglich Veranstaltungen zur Männergesundheit im Rahmen der Internationalen Männergesundheitswoche statt. Alle Veranstaltungen sind in diesem Jahr online.
Anmeldung bei Juliane Rahl, um den Zugangscode zu erhalten.

Dienstag, 10. Juni 2025Eröffnung
Olaf Theuerkauf, Vorstand Stiftung Männergesundheit

Aufgezeichnetes Statement
Urologen und ihr Einsatz zur Gesundheitsförderung und Risikoerkennung bei Männern
Prof. Kurt Miller, Vorstand Stiftung Männergesundheit
Mittwoch, 11. Juni 2025Risiken des Rauchens
Social Media Beitrag mit Experteninterview zu den Risiken des Tabakkonsums
Prof. Heino Stöver, Frankfurt/Main

Wir hören auf zu rauchen!
Moderierte Diskussion von Experten mit Rauchern und Nichtrauchern/Ex-Raucherrn
Donnerstag, 12. Juni 2025Alkohol und andere Drogen
Social Media Beitrag mit Experteninterview zu den Risiken des Alkohol- und Drogenkonsums
Prof. Heino Stöver, Frankfurt/Main

Alkohol und Drogen ruinieren die Gesundheit!
Übersicht über die aktuelle Situation
Diskussion mit Anonymen Alkoholikern
Freitag, 13. Juni 2025 14.00-16.00 UhrMännerschuppen als Gesundheits-Ressource für Männer
Prof. Doris Bardehle, Bernd Bauer-Banzhaf

Aktuelle Situation von Männerschuppen in Deutschland
Berichte von Männerschuppen:
– Männerschuppen Leinfelden-Echterdingen
– Männerschuppen Insel Poel
– Sozialverbände, Selbsthilfeorganisationen und
   Männerschuppen
Samstag, 14. Juni 2025Sportliche Aktivitäten auf kommunaler Ebene
Boule-Turnier im Tiergarten, Berlin
Sonntag, 15. Juni 2025Familientag
Für Sport und Freizeit

Internationale Männergesundheitswoche 09.-15.06.25: Kenne dein Risiko!

Die Kampagne „Kenne dein Risiko“ der Stiftung Männergesundheit will Männer für ihre gesundheitlichen Risiken sensibilisieren. Besonders während der Männergesundheitswoche vom 9. bis 15. Juni 2025 wird sie im Fokus stehen. Männer sterben häufig zu früh: 28 % von ihnen erreichen nicht einmal das 70. Lebensjahr. In der Altersgruppe 20 bis 29 Jahre sind zwei Drittel der Todesfälle männlich – oft bedingt durch Unfälle und Suizide.

Viele Männer unterschätzen ihre Gesundheitsrisiken, sei es durch genetische Veranlagungen oder ungesunde Verhaltensweisen wie Rauchen, Alkoholkonsum, Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung. Auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Prostatakrebs und psychische Probleme wie Depressionen gehören zu den größten Gesundheitsgefahren für Männer.

„Männer sterben nicht, weil sie Männer sind, sondern weil sie risikoreich leben und ihre gesundheitlichen Gefahren ignorieren“, betont Olaf Theuerkauf, Vorstand der Stiftung Männergesundheit. Die Kampagne setzt auf Social-Media-Aktivitäten und Veranstaltungen in ganz Deutschland, um Männer zu motivieren, ihre Gesundheitsvorsorge aktiver anzugehen und Risiken frühzeitig zu erkennen.

Ziele für die Männergesundheitswoche 2025

1. Gesundheitsschutz und Risikoerkennung durch Urologen (Dienstag 10. Juni)

2. Identifizierung der Risiken des Rauchens und Gespräche mit ehemaligen Rauchern (Mittwoch 11. Juni)

3. Identifizierung der Risiken von Alkohol- und Drogenkonsum und Gespräche mit anonymen Alkoholikern (Donnerstag 12. Juni)

4. Beispiele dafür aufzeigen, dass Männerschuppen (Men’s Sheds) eine Gesundheitsressource für Männer sind (Freitag 13. Juni mit Online-Konferenz 14.00 – 16.00 Uhr)

5. Familiensportveranstaltungen auf Gemeindeebene für Samstag und Sonntag anbieten (Samstag 14 und Sonntag 15. Juni)

Wir werben jetzt dafür, dass neben unseren zentralen Veranstaltungen auch in Kommunen eigene Veranstaltungen zur Männergesundheitswoche durchgeführt werden.

Kontakt Stiftung Männergesundheit

Konzepte für die Internationale Männergesundheitswoche in anderen Ländern
Logo Men's Health Week 2025

Forderungen des Bundesforums Männer zu den Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD

Das Bundesforum Männer hat eine Auswahl an Forderungen und Maßnahmen zusammengestellt, die aus seiner Sicht in den Koalitionsvertrag gehören. Darunter sind auch zwei Themen, die sich explizit auf die Gesundheit von Männern beziehen.

8. Männergesundheit als Teil einer geschlechtersensiblen Gesundheitsstrategie fördern

Gesundheitsförderung und -versorgung muss alle Geschlechter differenziert und spezifisch in den Blick nehmen. Gesundheitspolitik muss geschlechtersensibel gestaltet sein. Deshalb ist es nötig, eine nationale Männer- und Frauengesundheitsstrategie zu entwickeln und auch die Gesundheitsforschung geschlechtersensibel auszugestalten.

9. Mentale Gesundheit von Männern stärker in den Blick nehmen

Es ist nötig, männerspezifische Präventions- und Hilfsangebote in den Bereichen Sucht und mentale Gesundheit zu schaffen. Sowohl in den Statistiken zu Alkohol- und Drogenmissbrauch als auch zu Suiziden sind Männer überrepräsentiert. Zugleich nehmen Männer Angebote der psychosozialen Beratung und Psychotherapie seltener wahr als Frauen. Die Stärkung und Förderung geschlechtsspezifischer und -sensibler Angebote kann dazu beitragen, dass sich mehr Männer rechtzeitig Hilfe suchen.

Sowohl die Forderung nach einer nationalen Männer- und Frauengesundheitsstrategie als auch das Thema der mentalen Gesundheit finden sich schon seit 2021 in dem von unserem Netzwerk, dem Bundesforum und der Stiftung Männergesundheit formulierten Männergesundheitsmanifest „Deutschland braucht eine Männergesundheitsstrategie“. Danke fürs Aufgreifen und Erinnern!

Alle 10 Forderungen finden sich hier

Einführung in das HelpMen Train the Trainer-Programm zur Männergesundheitsförderung ·  LZG-Akademie Mainz  · 29.-30.09.25

Die LZG-Akademie der Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz lädt in Kooperation mit dem Programm teamw()rk für Gesundheit und Arbeit zu einer Fortbildung mit dem Schwerpunkt Männergesundheit ein.

Nach einer Einführung in Grundlagen der Männergesundheitsförderung werden Programm und Online-Plattform des Erasmus+ Projekts HelpMen Train the Trainer (HelpMen TTT) vorgestellt und mit erprobten Methoden für die Praxis der Gesundheitsförderung mit Männern hinterlegt.

HelpMen TTT (2022 – 2024) setzte ein im Vorgänger-Projekt HelpMen (Health Literacy Progress for Men in Europe – Gesundheit als Thema der Grundbildung für Männer in Europa weiterentwickeln, 2017 – 2019) entwickeltes Curriculum um in ein differenziertes Ausbildungskonzept und -programm zur Männergesundheitsbildung. Beide HelpMen-Projekte wurden als Beispiele guter Praxis („Good Practice Gesundheitsbildung, Grundbildung“) ausgezeichnet.

Anmeldung über Formular in Forms

Kontakt: Frank Heider (LZG-Akademie RLP), Thorsten Berschuck (LZG RLP)

Online-Vortrag: Gesundheitliche Auswirkungen erlebter Gewalt bei Männern · Mi 26.03.25 17:00

Gewaltwiderfahrnisse wie Gewaltausübung gehen nicht spurlos an Männern vorbei. Die individuellen wie die gesellschaftlichen Kosten sind beträchtlich. Was sind unsere Handlungsmöglichkeiten, wie können wir präventiv ansetzen, welche Angebote braucht es?

Referentin: Marion Steffens | GESINE Intervention / Männer, Schwelm

Marion Steffens ist Gründerin von GESINE Intervention und verfügt über langjährige Erfahrungen in Forschung und Praxis im Themenfeld „Gewalt im Geschlechterverhältnis“. Sie wird unter anderem männerbezogene Ergebnisse ihrer Studie zur Gesundheitsversorgung bei häuslicher Gewalt vorstellen.

Anmeldung: https://eveeno.com/350617477 

Kooperationspartner:

Sozialberatung Stuttgart | Fachbereich Gewaltprävention – Gewaltschutz für Männer

männer.bw | Forum Männer und Väter in Baden-Württemberg

Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Fachtag: Gewalt gegen Jungen und Männer als Gesundheitsrisiko · Heidelberg, Fr 28.11.25

Bei diesem Fachtag steht der 6. deutsche Männergesundheitsbericht „Gewalt gegen Jungen und Männer als Gesundheitsrisiko“ im Fokus. Er wird für die Stiftung Männergesundheit herausgegeben von Prof. Dr. Martin Dinges und Prof. Dr. Anna Maria Möller-Leimkühler und erscheint im Herbst 2025.

Am Vormittag werden der Bericht und ausgewählte Ergebnisse vorgestellt. Dazu wird es Gesprächsrunden und Kurzworkshops zu einzelnen Themen des Berichts geben.

Am Nachmittag sollen Praxiserfahrungen im Mittelpunkt stehen wie die Gewaltambulanz am Universitätsklinikum Heidelberg oder der gewaltbezogene Beratungsansatz von fairmann – gewaltfrei leben lernen.

Im Anschluss an den Fachtag findet am Samstag 29.11.2025 das Jahrestreffen des Netzwerks Jungen- und Männergesundheit statt.

Kooperationspartner:

  • komm b-w – Kompetenzzentrum Jungen- und Männergesundheit Baden-Württemberg
  • IGEM – Intstitut für Geschichte und Ethik der Medizin der Universität Heidelberg
  • Stiftung Männergesundheit
  • männer.bw | Forum Männer und Väter in Baden-Württemberg
  • Netzwerk Jungen- und Männergesundheit

Vorbereitung: Dr. Christoph Schwamm, Heidelberg und Gunter Neubauer, Tübingen

Warum steigt die Lebenserwartung der Männer nicht auf 80+ Jahre in Deutschland?

Sehr geehrte Damen und Herren,

wegen der aktuellen Situation der Verschlechterung unserer Position bei der Lebenserwartung im internationalen Vergleich haben wir in der Stiftung Männergesundheit ein Dokument mit zugänglichen statistischen Daten erarbeitet. Es zeigt den aktuellen Stand auf – das ist die 17. Position bei der 27 EU-Mitgliedsländern. Eine bisher nicht dagewesene schlechte Position. Sie können uns gern Ihre Meinung mitteilen.

Mit freundlichen Grüßen
Doris Bardehle

OMR Prof. Dr. sc. med. Doris Bardehle
Stiftung Männergesundheit
Koordinatorin des Wissenschaftlichen Beirates
Mitglied des Kuratoriums der Global Action of Men´s Health
Leipziger Straße 116
DE-10117 Berlin
bardehle@stiftung-maennergesundheit.de
www.stiftung-maennergesundheit.de
Tel.:  +49(0)30 652 126-120
Fax:  +49(0)30 652 126-110