Die nächste Tagung des Arbeitskreises für interdisziplinäre Männer- und Geschlechterforschung (AIM Gender) zum Thema „Männlichkeiten und Natur (-Verhältnisse)“ findet vom 9. bis 11. Dezember 2021 im Tagungszentrum der kath. Akademie in Stuttgart-Hohenheim statt.
Zu hören sind ein gutes Dutzend Vorträge aus unterschiedlichsten Zugängen der Männerforschung. Zwei Vortragstitel als Appetizer:
Zur Hormonalisierung von Männlichkeit Skizze zur männlichen Natur der Gegenwart Marlene Hartmann (Chemnitz)
Von rohen und gekochten Eiern Das Hodenbad als Verhütungsmethode, Männlichkeitskritik und Körperpraktik Fabian Hennig (Mainz)
Krisen haben Hochkonjunktur. Wir schauen auf die Menschen in ihnen – insbesondere die Männer, die in Krisen leben. Was bedeuten Krisen für sie, ihre Männlichkeit, ihre Bewältigungsstrategien? Und welche Unterstützung können Akteure im Sozial- und Gesundheitssystem leisten, die funktioniert?
Wir, die Landesfachstelle Männerarbeit Sachsen, laden herzlich ein zum Fachtag Mann sein in der Krise. Ausnahmezustand oder ganz normaler Wahnsinn? am Montag, 22.11.2021 in Dresden
Zahlreiche Experten geben Einblick aus unterschiedlichsten Perspektiven. Melden Sie sich bald an, die Teilnahmezahl ist beschränkt!
zum internationalen Männertag am 19. November 2021
Suizidprävention bei Männern – ein Erfahrungsbericht. Sensibilisierung, Früherkennung, Beratung
Impulsvortrag und Fachaustausch mit Andreas Kadel, Göppingen
Online-Veranstaltung am Freitag, 19. November 2021, 11.00 – 12.45 Uhr
Das Gesundheitsamt Göppingen führt seit 2009 ein Langzeit-Projekt zur Suizidprävention bei Männern im Landkreis Göppingen durch. Dazu werden u.a. Vorträge, Workshops oder Veranstaltungen im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements angeboten und durchgeführt. Das informierende und aktivierende Projekt ist ein wichtiger Baustein im Bereich der Präventionsaufgaben des Gesundheitsamts und Teil der Göppinger Strategie zur Männergesundheitsförderung „Mann bleib gesund!“
Andreas Kadel wird dieses Projekt vorstellen und über die Erfahrungen im Landkreis Göppingen berichten. Dabei wollen wir Ansätze männerbezogener Suizidprävention auch in den Kontext der Männerberatung stellen und reflektieren, wie Beratungsangebote dieses Thema aufnehmen und für betroffene oder hilfesuchende Männer zugänglich(er) machen können.
Die Veranstaltung wird mitgetragen von der LAG Männer und Väter in Baden-Württemberg und ist Teil der Kampagne „Neben der Spur – mehr als nur schlecht drauf…“ zum Tag der ungleichen Lebenserwartung 2021 tag-der-ungleichen-lebenserwartung.de mit dem Schwerpunkt Depressionen bei Männern.
Programm
10.30 Ankommen im Online-Raum
11.00 Begrüßung, Einführung, Who all is here?
11.15 Grußwort und Vorstellung der Plattform maennerberatungsnetz.de des BFM – Dr. Dag Schölper, Geschäftsführer Bundesforum Männer (BFM)
11.30 Impulsvortrag und Erfahrungsbericht – Andreas Kadel, Gesundheitsamt Göppingen
12.00 Nachfragen, Diskussion, Austausch
12.30 Schlussrunde, Resümee und Ausblick
12.45 Ende der Veranstaltung
Impulsvortrag: Andreas Kadel, Arzt für öffentliches Gesundheitswesen Landratsamt Göppingen, Gesundheitsamt
Moderation: Christian Kindler, Diözese Rottenburg-Stuttgart, Fachbereich Männer und Gunter Neubauer, SOWIT Tübingen, Projekt „Männerbezogene Suizidprävention“ des Kompetenzzentrum Jungen- und Männergesundheit Baden-Württemberg (komm b-w)
Anmeldung: Wir bitten um Online-Anmeldung bis Mittwoch, 17. November 2021, danach wird ein Zugangslink für das Zoom-Meeting zugesandt. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Das Projekt „Männerbezogene Suizidprävention“ wird unterstützt durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg.
Durch eine Recherche des Blogs gesund.men zur Frage, welche Bedeutung die im Bundestag vertretenen Parteien der Lebenserwartungsdifferenz und insgesamt der Männergesundheit zumessen, sind wir im Frühjahr erneut auf eine erhebliche Lücke in der Programmatik von Bündnis 90 / Die Grünen aufmerksam geworden.
Zusammen mit der Stiftung Männergesundheit, dem Bundesforum Männer und weiteren Akteuren haben wir daraufhin an den Vorstand der Bundestagsfraktion und den Bundesvorstand von Bündnis 90 / Die Grünen geschrieben.
Vor dem Hintergrund der nun beginnenden Koalitionsverhandlungen soll daran noch einmal erinnert werden. Bei der Neuausrichtung der Bundesregierung und der Gesundheitspolitik in Deutschland wäre in diesem Zusammenhang auch dem Männergesundheitsmanifest eine angemessene Aufmerksamkeit zu wünschen. Ideen dazu gerne an die Unterzeichnerïnnen oder die Aktiven im Netzwerk.
Am Dienstag 26.10.21 (!) wird ein Fachtag „Suizidprävention und Krisenberatung bei Jungen und Männern“ insbesondere für Fachkräfte, die in der Beratungslandschaft tätig sind, angeboten. Er findet statt im Hospitalhof, Büchsenstr. 33 in Stuttgart von 10 Uhr bis 17 Uhr. Nach zwei einleitenden Fachinputs am Vormittag (Christoph Schwamm, Medizinhistoriker, Heidelberg und Björn Süfke, Männertherapeut und Autor, Bielefeld) kann am Nachmittag in themen- und vielfaltsorientierten Workshops gearbeitet, diskutiert und reflektiert werden. In Kleingruppen ist Gelegenheit, sich mit anderen Teilnehmer*innen und zu spezifischen Aspekten und Fragestellungen vertieft auszutauschen und Erfahrungen zu teilen. Den Abschluss bilden ein Beispiel guter Praxis (FRANS – Frankfurter Netzwerk für Suizidprävention) und ein Podiumsgespräch.
Veranstalterin: Landeshauptstadt Stuttgart, Abteilung für individuelle Chancengleichheit von Frauen und Männern in Kooperation mit dem Netzwerk Männerberatung Stuttgart und dem Kompetenzzentrum Jungen- und Männergesundheit Baden-Württemberg.
Das Projekt „Männerbezogene Suizidprävention“ wird unterstützt durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg.
Im Kooperationsprojekt zur Förderung der psychischen Gesundheit und des Wohlbefindens von Männern Mann, was geht?! der Techniker Krankenkasse, der Universität Bielefeld und der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V. wurden Zugänge und Erfolgsfaktoren exploriert, um die psychische Gesundheit von Männern in unterschiedlichen Lebensphasen und Lebenswelten zu stärken. Darüber hinaus wurden Risikofaktoren und Barrieren untersucht, die eine Implementierung männergerechter Maßnahmen in die Praxis erschweren.
Wie erleben psychisch belastete Männer ihren (beruflichen) Alltag und wie gehen sie mit diesen Belastungen um? Auf welche Kraftquellen greifen sie zurück? Was bedeutet das für die (digitale) Ansprache und Sensibilisierung männlicher Beschäftigter? Worauf sollten Betriebe im Planungs- und Umsetzungsprozess männergerechter Maßnahmen achten? Die Ergebnisse des Kooperationsprojekts sollen auf der digitalen Abschlusstagung reflektiert und diskutiert werden.
Die Veranstaltung richtet sich an Fachkräfte des Gesundheitswesens, Akteur*innen des betrieblichen Personal- und Gesundheitsmanagements sowie Multiplikator*innen aus der Männerarbeit.
Mehr Besuche beim Urologen allein machen Männer noch nicht gesund – Männergesundheit im Alltag Thomas Altgeld: Dipl.-Psychologe, Geschäftsführer der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V.
Männerberatung macht nicht glücklich … aber gesund Björn Süfke: Dipl.-Psychologe, Männertherapeut und -berater, Autor
Wege aus der Gefahr in die Sicherheit – Zur Bedeutung von Akutschutzplätzen Diane Jägers: Juristin, Abteilungsleiterin Gleichstellung des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau, Gleichstellung des Landes NRW
Male Depression – Vom Helden zum Loser und dann?“ Prof. Dr. Michael Klein: Klinischer Psychologe, psychologischer Psychotherapeut und Supervisor
Beitrag eines Krankenkassenvertreters über Kosten von Depressionen/Burnout bei Männern. Tim Hollmann, Leiter Geschäftsbereich Versorgungsmanagement, und Isabel Schneider, Betriebliche Gesundheitsmanagerin, Krankenkasse IKK
Männerarbeit in Unternehmen Dr. Richard Schneebauer: Soziologe, Männerberater, Autor, Dozent MÄNNAGMENT
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat in ihrer ersten Strategie zur Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens von Männern in der Europäischen Region 2018 klar benannt, dass effektive männergerechte Gesundheitsförderung auf Stärken und positiven Bildern von Männern aufbauen sollte. Die WHO fordert zur Verbesserung der Gesundheit von Männern und Jungen die Entwicklung nationaler Männergesundheitspolitiken und -strategien.
In Deutschland hat man diese Forderung bislang ignoriert. Das bundesweite Netzwerk Jungen- und Männergesundheit, die Stiftung Männergesundheit und das Bundesforum Männer – Interessenverband für Jungen, Männer und Väter haben daher mit einem Auftakt-Workshop am 13. April 2021 die Initiative dafür ergriffen, Ansatzpunkte für eine deutsche Männergesundheitsstrategie zu entwickeln.
Der Workshop und die Erörterung der Ergebnisse in den drei Initiativ-Organisationen und mit Expert*innen unterschiedlicher Handlungsfelder mündeten in die Formulierung eines Männergesundheitsmanifests. In kompakter Form wird im Manifest aufgezeigt
welche Prioritäten es im Gesundheitswesen und in der Gesundheitspolitik bei der Förderung der Gesundheit von Jungen und Männern zu setzen gilt
wie Jungen, Männer und die Gesellschaft von einer systematisch geschlechtergerechten Gesundheitsförderung profitieren können und
welche Maßnahmen konkret zu treffen sind.
Das Manifest versteht sich als Auftrag an den Deutschen Bundestag und an die Bundesregierung. Die aktuell vorliegenden Wahlprogramme lassen Aussagen zur Förderung der Gesundheit von Jungen und Männern leider vermissen. Es ist daher an der Zeit, das Thema Männergesundheit auf die politische Agenda zu setzen! Das Netzwerk Jungen- und Männergesundheit lädt dazu ein, das Männergesundheitsmanifest zu unterstützen und zu verbreiten.
Männergesundheit ist oft voller Mythen und Vorannahmen, viele davon wirken nicht gerade motivierend oder sind in der Praxis nur schwer umzusetzen.
Bei Mann, was geht?! werden Romeo Bissuti und Ata Kaynar vom MEN Männergesundheitszentrum in Wien einerseits lebenspraktische Problemzonen der Männergesundheit vorstellen und andererseits konkrete Tipps geben, was man(n) für seine Gesundheit tun kann.
Was kann ich als Mann im Alltag für meine Gesundheit tun?
Interaktives Zoom-Meeting mit Romeo Bissuti und Ata Kaynar
Datum: Dienstag, 28. September 2021
Uhrzeit: 18:00 – 19:00 Uhr Wo: Virtuell über den Anbieter Zoom