Webinar „Was Väter über die Gesundheit ihrer Söhne wissen sollten“ | 15.02.23, 17:00

Denkt mal zurück: Was hat euch euer Vater als ihr noch Jungen wart über Gesundheit erzählt? Wie und vom wem wurdet ihr aufgeklärt? Wer ging mit euch zum (Kinder-)Arzt, wenn es nötig war? Welche Erlebnisse und Erfahrungen habt ihr gemacht, wenn es um eure Gesundheit bzw. um Krankheit, Verletzungen und Unfälle ging?

Was sollten eure Söhne über ihre Gesundheit, ihre Ernährung, über Krankheit und Risiken wissen und wie könnt ihr sie informieren? Dazu wäre es notwendig, dass ihr selbst erst mal mehr über Jungengesundheit erfahrt, was wichtig ist, um mit euren Söhnen zu reden und ggf. wichtige Informationen über ihre Jungenkörper und dessen Gesundheit weitergeben zu können. Für euch und eure Söhne ist es vermutlich auch ein neues Erleben, dass ihr euch zum Thema Gesundheit austauscht. Vielleicht werdet ihr auch feststellen, dass Gesundheit durchaus ein „cooles“ Thema ist. Es geht aber nicht nur um Informationsvermittlung; in manchen Fällen ist es lebenswichtig, wenn der Vater – oder der Sohn selbst – erkennt, dass hier Untersuchungen oder Behandlung dringend erforderlich sind. 

Dann kommt als nächstes die Frage: Wie sage ich es meinem Sohn, wann und wie sprechen wir über seine Jungengesundheit? Gesundheit scheint nämlich kein „Männerthema“ zu sein – die hat man und wenn nicht redet Mann nicht darüber; geht diskret zum Arzt (allzu oft wenn nichts mehr geht) und schaut, dass Mann bald wieder fit ist und gut funktioniert. Soviel zu den Vorbildern, soviel dazu, wie die meisten von uns ihre Väter kennen gelernt haben und wie sie heute selbst „ticken“.

Wir konnten Dr. Bernhard Stier für ein Webinar zum Thema Jungengesundheit – und was Väter darüber wissen sollten gewinnen. Er war lange als Kinderarzt tätig und Jungengesundheit war sein spezielles Thema. Er ist zur Zeit Beauftragter für Jungenmedizin/Jungengesundheit des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte in Deutschland.

Webinar

Datum:    Mittwoch 15. Februar 2023

Uhrzeit:    17.00 bis 19.00 Uhr

Für die Teilnahme ist eine Registrierung notwendig. Sie erhalten sofort nach der Registrierung unter https://us06web.zoom.us/meeting/register/tZIpdu2vrDsrG9STwbqAFF802-BHa3uk0eLf einen Anmeldelink.

Das Webinar ist kostenlos. Wir danken aber für Spenden, damit wir unser Webinar-Programm weiter ausbauen können. Nach dem Jahresende 2023 erhalten Sie automatisch eine Spendenbescheinigung für das Finanzamt. Dafür ist aber eine korrekte Adressangabe bei der Regsitrierung erforderlich. Falls Sie eine Teilnahmebestätigung wünschen, geben Sie dies bitte auch bei der Registrierung aus. Die Teilnahmebescheinigung wird etwa 2 bis 4 Wochn nach dem Webinar per Mail zugesandt.

Wir danken für Ihr Interesse und freuen uns, Sie vielleicht im Rahmen der Veranstaltungen begrüßen zu dürfen.

Mit freundlichen Grüßen

Rüdiger Meyer-Spelbrink
Bundesgeschäftsführer
Väteraufbruch für Kinder e.V.

Bundesgeschäftsstelle
Herzogstr. 1a
60528 Frankfurt/M.
069 – 13 39 62 90
bgs@vafk.de

Invitation: European Day of Demography | Wednesday, 15 February 2023 (online event)

Join us for the European Day of Demography, organized by Population Europe and the Federal Institute for Population Research (BIB) in collaboration with the

European Commission
European Association for Population Studies
Association Internationale des Démographes de Langue Française
Associazione Italiana per gli Studi di Popolazione
British Society for Population Studies
Deutsche Gesellschaft für Demographie 
Nederlandse Vereniging voor Demografie 

and with the kind support of Förderfonds Wissenschaft in Berlin.
 
Click here to sign up for one or multiple panels of the online event. 
 

13:00-14:00 | Panel I 

“Data is the new oil”. What we can learn from new data sources about demography // „Daten sind das neue Öl“. Was wir aus neuen Datenquellen über Demografie lernen können

Anne Gauthier, Director of the Generations and Gender Programme (GGP), senior researcher at the Netherlands Interdisciplinary Demographic Institute (NIDI) and Professor of Comparative Family Studies at the University of Groningen

Melinda Mills, Director of the Leverhulme Center for Demographic Science, Oxford University

Andy Tatem, Director of WorldPop and Professor at the University of Southampton

Emilio Zagheni, Executive Director of the Max Planck Institute for Demographic Research


14:15-15:15 | Panel II 

Challenged populations: The demographics of Eastern Europe under threat // Herausgeforderte Bevölkerungsgruppen: Die Demografie Osteuropas in Gefahr

Pavel Grigoriev, Head of Research Group Mortality, Federal Institute for Population Research

Tomáš Kučera, Professor at the Charles University in Prague

Nataliia Levchuk, Senior Researcher at the Ptoukha Institute for Demography and Social Studies 

Brienna Perelli-Harris, Professor of Demography at the University of Southampton


15:30-16:30 | Panel III

Demography and Intergenerational Fairness // Demografie und Generationengerechtigkeit

Agnieszka Chłoń-Domińczak, Vice Rector for Science and head of the Institute of Statistics and Demography at the Warsaw School of Economics

Albert Esteve, Director of the Centre for Demographic Studies at the Autonomous University of Barcelona

Jane C. Falkingham, Director of the ESRC Centre for Population Change, PI of the ESRC Connecting Generations and Professor of Demography and International Social Policy, University of Southampton.

Wolfgang Lutz, Founding Director of the Wittgenstein Centre for Demography and Global Human Capital (IIASA, OeAW, University of Vienna)


18:30-20:00 | Evening Event and Public Debate

We are All Ageing, but Some Age Better Than Others. How We Can Deal With Population Disparities // Wir alle altern, aber einige altern besser als andere. Wie wir mit Bevölkerungsunterschieden umgehen können


Annette Baudisch, Director of the Interdisciplinary Centre on Population Dynamics at the University of Southern Denmark

Axel Börsch-Supan, Director of the Munich Institute for the Economics of Ageing and Managing Director of the Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe

Juliane Seifert, State Secretary, German Federal Ministry of the Interior and Community

C. Katharina Spieß, Director of the Federal Institute for Population Research and Professor of Population Economics at Johannes Gutenberg University Mainz

Dubravka Šuica, the European Commission Vice-President for Democracy and Demography




Data Protection

On the basis of the applicable data protection regulations, your data will be collected, processed and used electronically by the Max Planck Society (represented here by the Max Planck Institute for Demographic Research) as part of your binding registration for this event.

You can find out more about our data protection regulations and your data protection rights at: https://www.mpg.de/privacy-policy.

You can contact events@population-europe.eu at any time to obtain information about the data stored about you, to ask for changes of the data or to have the data deleted.

If you no longer wish to receive invitations, please send an e-mail with the subject „Unsubscribe“ to: events@population-europe.eu.

If you have further questions, please do not hesitate to contact us at any time

Population Europe Secretariat
Markgrafenstr. 37
10117 Berlin

https://population-europe.eu/

Phone: +49 30 2061 38330
E-mail: office@population-europe.eu

Fortbildung Männergesundheit, Dresden 9./10.03.23

Herzliche Einladung zum zweitägigen Seminar

Der Mann, das unbekannte Wesen. Fortbildung Männergesundheit

am 9. und 10. März in Dresden

mit Stefan Beier, Bildungsreferent Männergesundheit + Männerberatung

Männerspezifische Gesundheitsbedarfe bleiben oft unerkannt. In dieser Fortbildung vermitteln wir Grundlagen und Hintergründe, beleuchten die Praxis von Gesundheitsangeboten und regen die Anwendung im eigenen Arbeitsfeld an.

Mehr Info im Flyer, Anmeldung hier

Bis 31. Januar 2023 gilt noch der Frühbuchertarif.

Landesfachstelle Männerarbeit bei der
Landesarbeitsgemeinschaft Jungen- und Männerarbeit Sachsen
www.juma-sachsen.de

Nachtrag zum Tag der ungleichen Lebenserwartung

Unser Dachverband, das Bundesforum Männer, hat den 10. Dezember 2022 erfreulicherweise genutzt, um unter „Aktuelles“ auf den Tag der ungleichen Lebenserwartung hinzuweisen:

Tag der ungleichen Lebenserwartung weist auf gesundheitspolitische Missstände hin

83 – 5 = Lebenserwartung von Männern

In Deutschland sterben Männer im Schnitt fünf Jahre früher als Frauen. Die Gene sind dafür nicht hauptverantwortlich. Vor allem gesellschaftliche Bedingungen führen zu dem sogenannten Mortalitäts-Gap. Darauf wird am 10. Dezember mit dem Tag der ungleichen Lebenserwartung aufmerksam gemacht.

https://bundesforum-maenner.de/2022/12/09/tag-der-ungleichen-lebenserwartung-weist-auf-gesundheitspolitische-missstaende-hin/

Dazu äußern sich Ulrike Bahr, Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Familie, Thomas Altgeld, Vorstandsvorsitzender des Bundesforum Männer und Dr. Dag Schölper, Geschäftsführer des Bundesforum Männer. Sie verweisen u.a. auf den Mortalitäts-Gap zwischen Männern und Frauen, also eine Übersterblichkeit von Männern in fast allen Altersgruppen, und – unter Verweis auf das mit der Stiftung Männergesundheit und unserem Netzwerk veröffentlichte Männergesundheitsmanifest „Deutschland braucht eine Männergesundheitsstrategie“ – darauf, dass es beim Thema Männergesundheit „noch viel Luft nach oben“ gibt.

10. Jahrestag „Beschneidungsgesetz“ § 1631d BGB

Zum heutigen 10. Jahrestag des „Beschneidungsgesetzes“ hier eine aktuelle Pressemitteilung mit Beteiligung folgender Organisationen:

  • Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ)
  • Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin e.V. (DGSPJ)
  • Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V. (BVKJ) 
  • MOGiS e.V. – Eine Stimme für Betroffene
  • Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH)
  • TERRE DES FEMMES – Menschenrechte für die Frau e.V.
  • (I)NTACT – Internationale Aktion gegen die Beschneidung von Mädchen und Frauen e.V.
  • Sektion Kinder- und Jugendpsychosomatik der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM) e.V. 

Bitte nehmen Sie auch den Offenen Brief: Kinderschutz, Selbstbestimmung und Gleichstellung umsetzen: die „Beschneidungserlaubnis“ § 1631d BGB abschaffen! zur Kenntnis, von zahlreichen mit dem Thema vertrauten Fachleuten und Organisationen erst-unterschrieben. 

Bitte helfen Sie mit, diese Informationen zu verbreiten. 

Mit bestem Dank und Grüßen!

Victor Schiering

-- 
MOGiS e. V. - Eine Stimme für Betroffene
Victor Schiering
Vorsitzender
Postfach 11 15 49
86040 Augsburg

Unsere Jungs! Die gesunden Männer von morgen.

Es ist wieder soweit:

Die Kampagne zum TAG DER UNGLEICHEN LEBENSERWARTUNG läuft!

Bis zum 10. Dezember teilt die Stiftung Männergesundheit Wissenswertes zum Thema „Unsere Jungs! Die gesunden Männer von morgen.“

Mit dem diesjährigen Kampagnenmotto knüpfen wir an den kürzlich erschienenen Fünften Männergesundheitsbericht „Junge Männer und ihre Gesundheit“ an. Die Kampagne richtet sich an alle, die beruflich oder auch privat mit Jungs und jungen Männern zu tun haben. Natürlich sind auch die Jungs selbst und alle Interessierten angesprochen, wenn wir verschiedene Aspekte der Jungengesundheit beleuchten.

Um folgende Themen geht es:

– Wie ist das mit dem Essen?

– Freunde sind wichtig

– Selbstsorge und Wohlbefinden

– Körpererleben

– Risikoverhalten

– Gesundheitswissen und -kompetenz

– Wie ist das mit dem Sex?

– Sport, Bewegung, körperliche Aktivität

– Verknallt sein

– Wie geht es dir?

– Wenn Jungen in Not sind

– Was stresst dich? 

Zu jedem Thema haben Gunter Neubauer und Reinhard Winter vom Sozialwissenschaftlichen Institut Tübingen (SOWIT) kleine Beiträge mit Alltagstipps verfasst. Vielen Dank dafür an die beiden!

Folgen Sie der Stiftung Männergesundheit auf Facebook und / oder Instagram, um während der Kampagne und darüber hinaus über Männer- und Jungengesundheit auf dem Laufenden zu bleiben!

Facebook: www.facebook.com/stiftungmaenner

Instagram: @stiftungmaenner

Weitere Infos zum Tag der ungleichen Lebenserwartung finden Sie hier: www.tag-der-ungleichen-lebenserwartung.de

Details zum Fünften Männergesundheitsbericht mit dem Titel „Junge Männer und ihre Gesundheits“ gibt es hier: https://www.stiftung-maennergesundheit.de/publikationen-details/junge-maenner-gesundheit

Und nicht vergessen! Ihre Spende hilft, Veröffentlichungen, Projekte und Aktionen für die Jungen- und Männergesundheit zu realisieren! https://www.stiftung-maennergesundheit.de/spendenformular

Zum Internationalen Männertag 19.11. wurde der 5. SMG-Männergesundheitsbericht veröffentlicht

Junge Männer und ihre Gesundheit

Bereits am Donnerstag wurde der 5. Männergesundheitsbericht der Stiftung Männergesundheit der Presse sowie einem Fachpublikum vorgestellt. Die Resonanz war beeindruckend. Die Online-Veranstaltung verzeichnete etwa 90 Teilnehmer*innen.

Nach der Begrüßung durch Thomas Altgeld, der als Moderator durch die gesamte Veranstaltung führte, und Olaf Theuerkauf, Vorstand der Stiftung Männergesundheit, stellte Sabine Wolfert, Kantar, zunächst die Ergebnisse der empirischen Studie vor. Befragt wurden junge Männer und Frauen im Alter von 16 bis 28 Jahren zu verschiedenen Aspekten ihrer körperlichen sowie psychischen Gesundheit. In einem zweiten Schritt ordneten die Autor*innen die Ergebnisse der Studie aus interdisziplinärer Perspektive (Medizin, Psychologie, Soziologie etc.) ein und lieferten so Anhaltspunkte für gezielte Unterstützung gesundheitsförderlichen Verhaltens.

Bevor einige der Autoren auch bei der Online-Veranstaltung in kurzen Beiträgen die Studienergebnisse kommentierten, kamen die Herausgeber und Herausgeberin des 5. Männergesundheitsberichts Klaus Hurrelmann, Kurt Miller und Grudrun Quenzel zu Wort, um aus ihrer jeweiligen Perspektive auf die Studie mit ihren Ergebnissen einzugehen.

In den darauf folgenden Programmpunkten ordneten Autoren und Autorinnen des Berichts die Ergebnisse noch einmal fachlich ein:

  • Männergesundheit und Medien
    Prof. Eva Baumann
  • Körperkonstruktionen und sexuelle Grenzverletzungen
    Prof. Jürgen Budde
  • Bildungsbezogene Ungleichheit und Gesundheit
    Prof. Hendrik Jürges
  • Gesundheitliche Aspekte des Freizeitverhaltens junger Männer
    Gunter Neubauer
  • Männermedien und Gesundheit
    Dr. Reinhard Winter

Zu allen Themen kamen von den Teilnehmer*innen viele interessante Fragen und Kommentare, die zu weiteren Diskussionen anregten. Wer bei der Online-Präsentation des 5. Männergesundheitsberichts nicht live dabei sein konnte, erhält in Kürze die Möglichkeit, die einzelnen Beiträge auf dem YouTube-Kanal der Stiftung Männergsundheit nachzuschauen.

Der Bericht ist ab sofort per E-Mail auch bei der Stiftung erhältlich.

ca. 350 Seiten · Broschur · 39,90 € (D)
ISBN 978-3-8379-3181-5 · ISBN E-Book 978-3-8379-7895-7
Buchreihe: Forschung Psychosozial

Zum Internationalen Männertag am 19.11. ein Männertag für Beschäftigte der Stuttgarter Stadtverwaltung

Nachdem es zum Internationalen Frauentag am 8. März schon länger ein regelmäßiges Angebot mit Seminaren, Workshops und Vorträgen für weibliche Beschäftigte der Stuttgarter Stadtverwaltung gibt (mit entsprechender Freistellung von der regulären Arbeit), wird nun 2022 nach pandemiebedingter Pause wieder ein Stuttgarter Männertag veranstaltet. Schon beim ersten Anlauf in 2019 konnten 150 Teilnehmer begrüßt werden. Die Plätze für das aktuelle Angebot sind begrenzt, es gibt dafür eine „Zeitgutschrift“ des Arbeitgebers – zur Nachahmung empfohlen!

Programmablauf “Stuttgarter Männertag 2022 – Bewegung, Input, Austausch und Beteiligung“

Die Wanderung beginnt am Biergarten im Schlossgarten ab 12 Uhr.

Von dort aus geht es über den mittleren Schlossgarten weiter durch den unteren Schlossgarten bis zum Naturkundemuseum, Rosenstein 1-3, 70191 Stuttgart.

Am Biergarten wird Barbara Straub (Abteilungsleitung der Abteilung individuelle Chancengleichheit von Frauen und Männern) kurz begrüßen.

Nach der Begrüßung bekommen die Teilnehmer*innen einen „Laufzettel“ ausgeteilt. Hier geht es inhaltlich auch los. Die Frage ist: Wie hat die Pandemie meine Arbeitsbedingungen beeinflusst und welche Unterstützung wünsche ich mir / hätte ich mir gewünscht von meinem Arbeitgeber?

Während der kleinen Wanderung werden die Teilnehmer*innen sich in Gruppen damit auseinandersetzen.

Am Naturkundemuseum erhalten die teilnehmenden Personen einen Kopfhörer (Silence Disco System) zum Hören eines Inputs von Gunter Neubauer (SOWIT Tübingen) zum Thema „Vereinbarkeit von Erwerbs- und Carearbeit unter den Nachwirkungen der Pandemie“.

Im Anschluss bietet sich die Möglichkeit des gemeinsamen Austauschs, bei dem eigene Erfahrungen eingebracht werden können.

Personen, die nicht mitlaufen können oder wollen, können direkt zum Naturkundemuseum kommen. Treffpunkt dort wird ca. 13.30 Uhr sein.

Kontakt: Olcay Miyanyedi 
_______________________ 
Landeshauptstadt Stuttgart 
Abteilung für individuelle Chancengleichheit von Frauen und Männern | OB-ICG 
Eberhardstr. 61 | 70173 Stuttgart 

Telefon: 0711 216-80441 
E-Mail: Olcay.Miyanyedi@stuttgart.de

Online-Austauschforum zur Beschneidungspraxis an Jungen | Di 29.11.22 10:00 – 12:00

Als Mitgliedsorganisationen und Aktive im Bundesforum Männer begrüßen wir, dass das BFM den WWDOGA 2021 erstmals unterstützt hat. Die Diskussionen im Anschluss an die Mitgliederversammlung im Dezember 2021 haben gezeigt, wie wichtig eine Auseinandersetzung mit der Beschneidungspraxis an Jungen nach wie vor ist. Fünf Jahre nach Verabschiedung des BFM-Positionspapiers zur Beschneidung von Jungen, zwei Jahre nach Erarbeitung des Papiers zur kommerziellen Verwendung intakter Neugeborenenvorhaut in der Fachgruppe Jungen und junge Männer sowie ein Jahr nach dem Beschluss des BFM, den WWDOGA zu unterstützen, möchten wir Erfahrungen austauschen und eine kritische Bilanz ziehen. Wir laden andere Mitgliedsorganisationen und Akteure im BFM ein, an unserem Austausch teilzunehmen.

Der Austausch findet statt am

Dienstag 29.11.2022 von 10.00 bis 12.00

Online via Zoom – der Zugangslink kommt nach Anmeldung bei Victor Schiering victor.schiering@mogis-verein.de

Um ins Gespräch zu kommen gibt es drei Kurzimpulse:

• zum BFM-Positionspapier zur Beschneidung von Jungen (Victor Schiering)

• zur kommerziellen Verwendung von Neugeborenen-Vorhäuten (Bernhard Stier)

• zum BFM-Beschluss einer Unterstützung des WWDOGA (Gunter Neubauer)

Herzliche Einladung – über eine positive Resonanz und einen offenen Austausch freuen wir uns!

Mit kollegialen Grüßen

Matthias Becker, Volker Handke, Thomas Hölscher, Olcay Miyanyedi, Gunter Neubauer, Victor Schiering, Ephraim Seidenberg, Manasseh Seidenberg und Bernhard Stier

Jahrestreffen 2022 des Netzwerks Jungen- und Männergesundheit

Das Netzwerktreffen fand vom 16. bis 17. September 2022 in Berlin statt und es versammelten sich 20 Netzwerkmitglieder, Fachleute und Interessierte.

Am Freitagabend konnte vor Beginn des Netzwerktreffens ein Hintergrundgespräch mit Boris Velter, dem Leiter der Leitungsabteilung im Bundeministerium für Gesundheit und Bundesvorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) und Vertreterinnen und Vertretern des Netzwerks arrangiert werden, das im Hauptstadtbüro der Techniker Krankenkasse stattfand. Hintergrund war dieser Passus im Koalitionsvertrag zwischen SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP: „Wir berücksichtigen geschlechtsbezogene Unterschiede in der Versorgung, bei Gesundheitsförderung und Prävention und in der Forschung und bauen Diskriminierungen und Zugangsbarrieren ab. Die Gendermedizin wird Teil des Medizinstudiums, der Aus-, Fort- und Weiterbildungen der Gesundheitsberufe werden.“ Neben dem gegenseitigen Kennenlernen war es Ziel des Gesprächs, auf Forderungen des Netzwerks (siehe Forderung nach einer Männergesundheitsstrategie) hinzuweisen, die mit dem im Koalitionsvertrag formulierten Vorhaben im Einklang stehen, und auszuloten, wie diese besser an politischen Entscheidungsträger vermittelt werden können.

Am Abend folgte der offizielle Beginn des Netzwerkstreffens bei einem gemeinsamen Abendessen mit Gelegenheit für Austausch und Kennenlernen.

Das inhaltliche Programm des Netzwerktreffens startete am Sonnabend im Rathaus Charlottenburg. Nach einer Kennenlernrunde der Teilnehmenden gab Gunter Neubauer vom Sozialwissenschaftlichen Institut Tübingen (SOWIT) einen Rückblick auf die Netzwerkaktivitäten in der Zeit seit dem letzten Netzwerktreffen im Herbst 2019 in Nürnberg. Das waren u.a.:

  • das Online-Treffen zum 15-jährigen Netzwerkjubiläum am 6. November 2020
  • eine Korrespondenz mit Vorstand der Bundestagsfraktion und Bundesvorstand BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (06/2021) als Reaktion auf die Antwort der Bundestagsfraktion auf die Umfrage von gesund.men zur Einschätzung, wie die Ungleichheit in der Lebenserwartung reduziert werden könne, und ob BÜNDNIS 90/Die GRÜNEN ein konkretes Ziel in Bezug auf die Lebenserwartung von Männern und Frauen habe
  • zwei Workshops zur Vernetzung „männergesunder“ Kommunen
  • die Vorbereitung und Veröffentlichung des Männergesundheitsmanifests 2021 mit der Forderung nach einer Männergesundheitsstrategie für Deutschland
  • die Beteiligung an den Kampagnen und Veranstaltungen zum Tag der ungleichen Lebenserwartung 2020 und 2021
  • die Unterstützung einer Beteiligung des Bundesforum Männer am Worldwide Day of Genital Autonomy (WWDOGA)
  • die Pflege des Online-Auftritts des Netzwerks: https://manner-nachrichten.info/%3C/a%3E%3C/li%3E

Für den Vormittag waren eine Reihe von Projektpräsentationen geplant.

Den Start machte Prof. Kurt Miller, Vorstandsmitglied der Stiftung Männergesundheit, der erste Ergebnisse des im November 2022 erscheinenden Jungengesundheitsberichts der Stiftung präsentierte. Für diesen Bericht wurden in einer eigenen Studie 3.000 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 bis 28 Jahren befragt. Ziel war es, Informationen über das körperliche, psychische und soziale Wohlbefinden, das Gesundheitsverhalten und das soziale Umfeld von jungen Männern im Vergleich zu jungen Frauen zu erhalten.

Im Anschluss präsentierte Cora Spahn von der Universität Leipzig das Projekt MEN-ACCESS,, ein Projekt zur Suizidprävention für Männer, das in drei Teilprojekten in einem Forschungsverbund aus Universität Leipzig, der Medical School Berlin und der Universität Bielefeld bearbeitet wird. Im Fokus stand das erste Arbeitspaket des Teilprojekts der Universität Leipzig, Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie. Hier wurden qualitative Interviews mit Männern durchgeführt, die einen Suizidversuch unternommen hatten. Themen der Interviews waren, neben soziodemografischen Angaben, die Anzeichen die dem Suizidversuch vorausgingen, wie Hilfesysteme in Anspruch genommen werden bzw. welche Hinderungsgründe bestehen und welche Strategien oder Personen in der Krise hilfreich waren. Ziel ist es ein E-Learning-Tool für Männer mit Suizidrisiko zu entwickeln.

Im Anschluss stellte Gunter Neubauer Erfahrungen aus dem Projekt „Familien stärken durch männerbezogene Suizidprävention“ (2020 bis 2021) aus Baden-Württemberg vor. Ziel war es, mit verschiedenen Kooperationspartnern Angebote der Suizidprävention und Beratung weiterzuentwickeln, so dass Männer besser als bisher erreicht werden. Dazu wurden neben Literatur- und Praxisrecherche, Experteninterviews und Fokusgesprächen auch Aktionen in regionalen Praxiszusammenhängen durchgeführt (Arbeitskreis Leben Reutlingen / Tübingen, Netzwerk Männerberatung Stuttgart, Landkreis Göppingen, Landesarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit B-W) sowie Publikums- und Fachveranstaltungen veranstaltet und eine Projektbroschüre erstellt. Diese enthält neben einer ausführlichen Dokumentation auch die im Projekt erarbeiteten Empfehlungen für gelingende männerbezogene Suizidprävention.

Es folgte die Vorstellung des Projekts „MARS: Männerschuppen als Orte der Gesundheitsförderung und Prävention im kommunalen Setting für Männer ab 50 Jahren“ von Lennart Semmler, Fachreferent von der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen. Männerschuppen sind nach Definition der Australien Men‘s Sheds Association, den Begründern dieser Idee, „jede gemeindebasierte, gemeinnützige, nicht-kommerzielle Organisation, die für alle Männer zugänglich ist und deren Hauptaufgabe darin besteht, ein sicheres und freundliches Umfeld zu schaffen, in dem Männer in ihrem eigenen Tempo, in ihrer eigenen Zeit und in der Gesellschaft anderer Männer an Projekten arbeiten können.“ In einem Teilprojekt wurde zunächst die Evidenz für die Effektivität der Wirkung gemeindebasierter Männerschuppen auf den subjektiven Gesundheitszustand, das subjektive Wohlbefinden und die soziale Isolation von älteren Männern anhand einer systematischen Literaturrecherche überprüft. Außerdem sollten Merkmale erfolgreicher und nachhaltiger Männerschuppen identifiziert werden. Dazu zählen geeigneten Räumlichkeiten, ausreichende finanzielle Mittel sowie eine von den Teilnehmern gesteuerte Verwaltung und Organisation. Zum Abschluss wurden der Status Quo und die Perspektiven des MARS-Projektes berichtet, in dessen Laufzeit (04/2022 bis 03/2025) acht Männerschuppen in Bremen und Umgebung entstehen sollen.

Der Nachmittag startete mit Ergebnissen des Projekts „Gesund leben – gesund bleiben“, die von Kolja Lange, Koordinator für Gesundheitsförderung der Region Hannover vorgestellt wurden. Im Rahmen des Projekts wurden Bewohnerinnen und Bewohner im mittleren Lebensalter (35 bis 55 Jahre) von zwei sozial schwächeren Stadtteilen Hannovers für gesundheitsförderliches Verhalten sensibilisiert und angeregt. Die Stadtteile sollten durch den Aufbau entsprechender Strukturen und Vernetzungen gesundheitsförderlicher gestaltet werden, wobei an bestehende Gesundheitsprojekte / Strukturen in den Stadtteilen angeknüpft werden konnte. Zudem sollten die Gesundheitskompetenz gestärkt und geschlechterspezifische Zugangswege erschlossen werden. Dazu wurden Interviews mit Schlüsselpersonen aus den Stadtteilen geführt, um zu erfahren, welche Angebote bereits bekannt sind und auch genutzt werden, aber auch welche Angebote gewünscht werden (Bestands- und Bedarfsanalyse). Dabei zeigte sich, dass bestehende Angebote häufig nicht bekannt oder genutzt werden. Hinsichtlich der Bedürfnisse zeigten sich geschlechtsspezifische Unterschiede. Männer hatten ein sehr hohes Interesse an Bewegungsthemen, sowie ein hohes Interesse an Ernährungsthemen und ein eher geringes Interesse an Angeboten zur psychischen Gesundheit. Als gewünschte Angebotssettings wurden von Männern Angebote vor Ort, Aktionstage, Kurse, Schnupperangebote und Hybridangebote genannt. Die Angebote sollten zu Hause oder draußen nutzbar sein und vor allem werktags in den Abendstunden oder an den Wochenenden vor- oder nachmittags angeboten werden. Als eine Maßnahme wurde daraufhin eine digitale Stadtteilkarte erstellt, die dabei helfen soll, Angebote für Erwachsene aus den Bereichen Gesundheit, Beratung, Kultur und Treffpunkte im Stadtteil zu finden. Die Kursanbietenden wurden ermutigt, den Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner zu begegnen und diese z.B. niederschwellig vor Ort anzubieten oder Themen zu kombinieren und gängige Kursformate aufzubrechen. Momentan noch in der Umsetzung ist die Einrichtung von sogenannten Gesundheitsstationen, die zeitlich flexibel zur Bewegung und Entspannung genutzt werden können, außerdem die Erstellung eines Handlungsleitfadens für Projekte kommunaler Gesundheitsförderung.

In einer folgenden Blitzlicht-Runde wurden von Gunter Neubauer kommunale Zugänge der Gesundheitsförderung vorgestellt, von Eberhard Siegl, Sekretär des Dachverbands für Männer-, Burschen-, und Väterarbeit in Österreich (DMÖ) das internationale Erasmus+ Projekt „Männergesundheit im Internet“ und von Lennart Semmler über männersensible Angebote des Betrieblichen Gesundheitsmanagements berichtet.

Für eine Berliner Runde konnten am Nachmittag Arn Sauer von der Bundesstiftung Gleichstellung, Stefan Bräunling vom Kooperationsverbund gesundheitliche Chancengleichheit und Dag Schölper vom Bundesforum Männer, unserem Dachverband, in der Runde begrüßt werden. In den Gesprächen mit ihnen ging es um Männerperspektiven in den jeweiligen Arbeitszusammenhängen, Bezüge zur Jungen- und Männergesundheit sowie Möglichkeiten zur Kooperation.

Die verbleibende Zeit wurde dann für Absprachen und die Planung der Weiterarbeit im Netzwerk genützt. Dabei wurden u.a. folgende Schwerpunkte vereinbart:

  • das Männergesundheitsmanifest 2021 zur Notwendigkeit einer Männergesundheitsstrategie mit einem Fokus auf Depression und Suizidprävention schärfen und weitertreiben
  • ein Factsheet zur Lebenserwartungsdifferenz erstellen (im Kontext der Kampagne zum Tag der ungleichen Lebenserwartung)
  • die Männergesundheitswoche 12. – 18. Juni 2023 nutzen, um Informationen über gute Praxis der Männergesundheitsförderung aufzubereiten und in den Kooperationsverbund gesundheitliche Chancengleichheit einzuspeisen

Außerdem beschloss das Netzwerk, künftig den Aktionstag World Wide Day of Genital Autonomy (Weltweiter Tag der Genitalen Selbstbestimmung – WWDOGA) zu unterstützen. Die Vernetzung von Kommunen mit dezidierten Aktivitäten im Bereich der Männergesundheit, etwa der Entwicklung kommunaler Männergesundheitsstrategien und -konzeptionen, soll bei Gelegenheit wieder aufgenommen und fortgeführt werden.

Das nächste Netzwerktreffen im Frühjahr 2024 soll in Hannover stattfinden. Es wird von der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen ausgerichtet.

Anne Starker wird neben Stefan Beier, Gunter Neubauer und Matthias Stiehler die Koordination des Netzwerks unterstützen.

Es ist erfreulich, dass mit diesen Vereinbarungen die Weiterarbeit des Netzwerks in der nächsten Zeit auf eine gute Grundlage gestellt werden konnte. Allen Beteiligten und dem Vorbereitungsteam ein ganz herzlicher Dank!

Mit einem Spaziergang durch den Schlossgarten Charlottenburg und einer biopsychoszialen Stärkung in Altberliner Wirtshausatmosphäre klang das Netzwerktreffen aus.

Interessierte finden die Dokumentation ausgewählter Beiträge auf der Website der LVG & AFS Niedersachsen.

Anne Starker, Lennart Semmler