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Gibt es so etwas wie eine männliche Identität? Was macht einen Mann aus – und was nicht? Wir wollen unter die Lupe nehmen, wie männliches Rollenverständnis entsteht und welche Bilder die Gesellschaft im Angebot hat. In welche Schubladen wird Mann gesteckt, und wie wirken sie sich auf die Selbst- und Fremdwahrnehmung aus? Welche Rolle spielt sexuelle Gesundheit, nicht zuletzt bei jungen Männern?
Wir wollen zudem in diesem Kontext die Rolle der Pornographie einordnen: Unser Hauptreferent Dr. Reinhard Winter stellt Ergebnisse einer aktuellen Studie vor und ordnet sie in den Zusammenhang mit Männergesundheit und -identität ein.
Akteure, die zur Gesundheit von männlich gelesenen Menschen forschen, und/oder mit ihnen in der Praxis arbeiten, stehen vor einer schwierigen Aufgabe: Um handlungsfähig zu sein, müssen sie sich in die übergeordneten Strukturen der Wissenschaft und der Gesundheitsförderung eingliedern. Dabei hat sich in den vergangenen drei Jahrzehnten ein Wechsel vollzogen. Sowohl die Geschlechtergesundheitsforschung als auch die diesbezügliche Gleichstellungspolitik orientieren sich vermehrt an nonbinären Geschlechtermodellen. Diese zielen auf eine Dekonstruktion dual verfasster Leitbilder von Weiblichkeit und Männlichkeit ab.
Von Männergesundheitsforschung wird erwartet, ihr bislang binär festgelegtes Forschungsobjekt zu reflektieren und gegebenenfalls zu reformulieren. Zwar ist sie traditionell immer diversitätsorientiert gewesen. Ihr Fokus entstand jedoch in der Regel in Abgrenzung zu Menschen, die als Frauen gelesen werden. Transmänner oder nichtbinäre Personen werden trotz offenkundiger und substantieller thematischer Schnittmengen erst in jüngerer Zeit als relevante Gruppen betrachtet. Warum?
Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen sind es ähnliche generationsbedingte Konflikte, die eine Rezeption poststrukturalistischer Geschlechtermodelle auch in anderen sozialen Bewegungen erschweren – man denke etwa an den Umgang mit Transfrauen in Teilen der Frauenbewegung. Auch dort funktionierte die Identitätspolitik wesentlich über Exklusion, auch wenn die übergeordneten Ziele und Motive im historischen Kontext bewertet werden müssen.
Doch auf der anderen Seite gibt es pragmatische Gründe, an der Analysekategorie „Mann“ festzuhalten. Eine geschlechtersensible Betrachtung der Gesundheitsberichterstattung, etwa der Differenzen bei der Lebenserwartung, scheint eine zumindest vorläufige Abgrenzung aus heuristischen Gründen zu erfordern. Auch praktische Akteure in der angewandten Gesundheitsförderung wie Sozialarbeiter*innen und Pädagog*innen, die gezielt mit Jungen und Männern arbeiten, müssen sich auf das mehrheitliche Selbstverständnis und die meist cis-heteronormative Deutungswelt ihrer Zielgruppe einlassen, um beides effektiv ansprechen zu können. Dies gilt auch dann, wenn das eigentliche Beratungsziel eher auf eine Auflösung oder Relativierung rigider, gesundheitsbezogen riskanter Männlichkeitsleitbilder abzielt.
In jedem Fall sieht es gegenwärtig aus, als habe die Männergesundheitsforschung ein Kommunikations- wenn nicht sogar ein Kompatibilitätsproblem in ihrem Verhältnis zur aktuellen Geschlechtergesundheitsforschung. Dieser Fachtag möchte die Möglichkeit eröffnen, über Wege zu diskutieren, einerseits ihre Kategorienbildung fluider auszugestalten und andererseits Ziele und Motive männerbezogener Ansätze zu kommunizieren. Dafür sollen Expert*innen zur Gesundheit von Transmännern und nonbinären Menschen mit solchen aus der Männergesundheitsforschung zusammengebracht werden.
Der Fachtag ist eine Kooperationsveranstaltung von
Er wird gefördert aus Mitteln, die der Landtag von Baden-Württemberg beschlossen hat, und unterstützt durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg. Ein Detailprogramm folgt in Kürze.
Termin: Freitag 22. März 2024
Organisation: Dr. Christoph Schwamm (Heidelberg) und Gunter Neubauer (Tübingen)
Das Netzwerktreffen 2024 beginnt mit einem öffentlichen Fachtag zu Innovationen in der Männergesundheitsförderung, bei dem aktuelle Entwicklungen im Bereich Männergesundheit und innovative Projekte der Männergesundheitsförderung im Zentrum stehen werden.
Veranstalter: LVG & AFS Niedersachen Bremen, Koordinierungsstellen Gesundheitliche Chancengleichheit Bremen und Niedersachsen, Netzwerk Jungen- und Männergesundheit
Nach einem männergesundheitspolitischen Hintergrundgespräch (17.00 – 18.00 Uhr) beginnt das interne Netzwerktreffen dann ab 18.30 Uhr im Kulturzentrum Lagerhaus Bremen.
Für den Austausch am Samstag 13. April 2024 sind folgende Themenschwerpunkte vorgesehen:
Vorstellung weiterer Männergesundheitsprojekte und -initiativen aus den Reihen des Netzwerks
Vorstellung der neuen Factsheets zur Lebenserwartungsdifferenz und zur Früherkennungsteilnahme von Männern
Zukunftsperspektiven für das Netzwerk Jungen- und Männergesundheit – z.B. Mini-Workshop über Ziele, Themen, Organisationsform
Detaillierte Einladungen zum Fachtag und zum Netzwerktreffen folgen nach dem Jahreswechsel – heute schon mal eine herzliche Einladung und die Bitte, sich gerne bei uns zu melden mit Anliegen, Themenwünschen oder Vorschlägen für Projektvorstellungen.
Thomas Altgeld mit Männerteam, Anne Starker, Gunter Neubauer
Die Viktimisierungsstudie liegt jetzt vor, sie dokumentiert Beziehungsdynamiken, Gewalterfahrungen und Gewaltbelastungen von Männern in hetero- und gleichgeschlechtlichen partnerschaflichen Beziehungen. Der Bericht zeigt Erkenntnisse zu Ausmaß und Relevanz von Gewalt gegen Männer und beleuchtet Hintergründe und Folgen der Gewalt.
Die WEISSER RING Stiftung und das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen laden unser Netzwerk zur Vorstellung und Diskussion der Ergebnisse der Forschungsstudie ein für
Wer aus der Mitgliedschaft Zeit und Interesse hat, unser Netzwerk bei der Präsentation zu vertreten, möge sich bis zum 5. Januar 2024 per Mail bei mir melden: Gunter Neubauer
Der Forschungsverbund „MEN-ACCESS – Suizidprävention für Männer“ lädt herzlich ein zum Abschlusssymposium in Berlin. Der Verbund aus der Universität Leipzig, der Medical School Berlin und der Universität Bielefeld forscht zu suizidalem Erleben und Verhalten bei Männern und hat zwei Online-Angebote für Männer mit Suizidrisiko und deren Angehörige entwickelt und evaluiert.
Am 29. Februar 2024 werden die Ergebnisse des Verbundes in Berlin vorgestellt und Forschende, Therapeut:innen, betroffene Männer, Angehörige und Mitarbeitende aus der Krisenintervention sprechen zu Perspektiven in der Suizidprävention speziell für Männer.
Kontakt: Cora Spahn, Diplom-Psychologin, Wissenschaftliche Mitarbeiterin MEN-ACCESS – Suizidprävention für Männer | Universitätsmedizin Leipzig, Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie
Die Kampagne zum Tag der ungleichen Lebenserwartung am 10. Dezember nimmt diese Jahr das Thema der sexuellen Gesundheit auf, das bereits im 3. Männergesundheitsbericht der Stiftung Männergesundheit aufbereitet wurde. Wie bei einem Adventskalender werden nach und nach die Türchen / Kacheln geöffnet und hinter jeder Kachel wartet ein kurzer Info-Text.
im Juni 2023 veranstaltete die Stiftung Männergesundheit erfolgreich eine Konferenz über „Männerschuppen“ in Deutschland, einem Projekt, das dazu beiträgt, Einsamkeit zu bekämpfen und das Wohlbefinden vor allem älterer Männer zu steigern. Angesichts des äußerst positiven Feedbacks und des regen Interesses, das wir erhalten haben, freuen wir uns, Ihnen heute eine Fortsetzung anzukündigen.
Im Namen der Stiftung Männergesundheit und unter der Leitung von Frau Prof. Bardehle möchten wir Sie herzlich zur 2. Online-Konferenz über „Männerschuppen“ in Deutschland einladen. Die Veranstaltung findet statt am Montag, dem 4. Dezember 2023, von 14:00 bis max. 17:00 Uhr. Wir möchten Sie bitten, sich diesen wichtigen Termin in Ihrem Kalender zu notieren und ihn gerne an alle Interessierten weiterzugeben.
Auf dem Programm stehen Vorträge zu Schwerpunkten und Fragen, die im Zusammenhang mit der Gründung und dem Betrieb von „Männerschuppen“ aufkommen. Im Anhang finden Sie unseren Einladungsflyer mit den wichtigsten Informationen sowie das Programm der Konferenz.
Die Registrierung ist kostenfrei und erfolgt per Email an Juliane Rahl. Den Zugangslink erhalten Sie einige Tage vor der Veranstaltung.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und einen erneut fruchtbaren Austausch über dieses wichtige Thema.
Herzliche Grüße senden
Prof. Doris Bardehle, Veranstaltungsleitung
und Juliane Rahl. Projektmanagement, Stiftungskommunikation und PR