Ergebnisse unseres Fachtags „Gewalterfahrungen“ am 28.11.25 in Heidelberg

Fachtag „Gewalterfahrungen von Jungen und Männern und die Folgen für ihre Gesundheit“

Abschlussrunde: Was jetzt zu tun ist.
Diskussionen, Kommentare, Perspektiven

In der Abschlussrunde wurden zentrale Handlungsbedarfe formuliert, die sich aus den Diskussionen des Fachtags und den Ergebnissen des 6. Männergesundheitsberichts ergeben. Die Teilnehmenden betonten, dass es nun darum gehe, Forschung, Praxis und gesellschaftliche Wahrnehmung wirksam weiterzuentwickeln.

– Impulse aus den Beiträgen der Diskutierenden –

Anna-Maria Möller-Leimkühler hob drei zentrale Punkte hervor:

  • die Notwendigkeit von mehr und differenzierterer Forschung,
  • eine höhere gesellschaftliche Sensibilität für männliche Gewalterfahrungen,
  • sowie bessere und niederschwellige Zugangswege zu Hilfs- und Beratungsangeboten.

Markus Beck betonte vor allem den Ausbau professioneller Strukturen:

  • mehr Fachkräfte mit spezifischer Spezialisierung,
  • Träger und Organisationen, die fachlich solide und professionell aufgestellt sind,
  • sowie kontinuierliche Netzwerkarbeit und Fachforen für Austausch und Weiterentwicklung.

Martin Dinges unterstrich die Bedeutung von

  • mehr gesellschaftlicher Aufmerksamkeit und
  • größerer Sichtbarkeit des Themas in Öffentlichkeit, Politik, Medien und Institutionen,
  • sowie klarer Kommunikation der gesundheitlichen Folgen, um die Relevanz des Themas besser zu vermitteln.

Torsten Siegemund verwies auf strukturelle Herausforderungen, insbesondere:

  • den Ausbau starker Netzwerke in den Bundesländern und Regionen,
  • eine  verlässliche, kontinuierliche statistische Erfassung der Hilfebedarfe,
  • sowie die Berücksichtigung transmännlicher Bedarfe, die häufig noch unsichtbar sind.

Christoph Schwamm plädierte dafür, verschiedene Wissens- und Praxisfelder enger zusammenzuführen:

  • queer-feministische und männerbezogene Ansätze stärker in Beziehung setzen,
  • beide Wissensbereiche aktiv miteinander ins Gespräch bringen,
  • und vorhandene Synergien nutzen.

– Querschnittsthemen und weitergehende Empfehlungen –

Darüber hinaus wurde betont, wie wichtig es sei, mehr Verletzungsoffenheit und Weichheit in der Arbeit mit Jungen und Männern zu ermöglichen. Für präventive Maßnahmen spiele häufig ein bestimmtes „männliche Mindset“ eine zentrale Rolle – insbesondere die Ambivalenz zwischen Gewaltneigung und subjektivem Schutzbedürfnis ( „Ich muss Gewalt anwenden, weil ich mich schützen muss“). Hier brauche es klare Begrenzung sowie konstruktive, sozial verträgliche Transformationsmöglichkeiten.

Auf der Beratungsebene sollten ganz unterschiedliche methodische Ansätze genutzt werden. Für die Forschungsebene wurde zudem gefordert, intersektional zu arbeiten und die Perspektiven von Frauen, Männern und TIN-Personen zusammenzubringen.

Ein weiterer wiederkehrender Befund: Beratung und Hilfe für Männer nützen letztlich allen – ein Grund mehr, auch stärker mit frauenbezogenen Netzwerken zusammenzuarbeiten.

Für die Sichtbarkeit und Erreichbarkeit von Betroffenen sollten alle verfügbaren Kommunikationswege genutzt werden – darunter Blogs, Podcasts und Social Media. Schließlich wurde erneut auf die strukturellen Rahmenbedingungen hingewiesen: Eine bessere Finanzierung sei essenziell, zumal der Gewaltschutz überwiegend in die Zuständigkeit der Bundesländer fällt. Dazu gehöre auch die Reform des Gewalthilfegesetzes.

Eine Dokumentation des Fachtags gibt es auf Anfrage bei Christoph Schwamm, IGEM Heidelberg.

Notizen: Gunter Neubauer

Jahrestreffen 2025 des Netzwerks Jungen- und Männergesundheit

Das Netzwerktreffen fand am 29. November in Heidelberg statt. Zwölf Netzwerkmitglieder, Fachleute und Interessierte haben daran teilgenommen.

Am Freitag 28. November bestand die Möglichkeit zur Teilnahme am Fachtag „Gewalterfahrungen von Jungen und Männern und die Folgen für ihre Gesundheit“, einer Kooperationsveranstaltung des Netzwerks Jungen- und Männergesundheit mit dem Heidelberger Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, der Stiftung Männergesundheit, der Bundesfach- und Koordinierungsstelle Männergewaltschutz, dem Kompetenzzentrum Jungen- und Männergesundheit Baden-Württemberg und männer.bw.

Beim anschließenden „Get together“ mit Referierenden und Mitgliedern des Netzwerks gab es Gelegenheit für Austausch und Kennenlernen.

Das Netzwerktreffen startete am Sonnabendvormittag in der Bibliothek des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin der Universität Heidelberg. Nach einer Vorstellungsrunde der Teilnehmenden gab es Informationen und Impulse aus aktuellen Projekten im Bereich der Jungen- und Männergesundheit.

Den Anfang machte Terje Lange, der den Arbeitskreis Jungen*- und Männer*gesundheit und weitere Aktivitäten in Stuttgart vorstellte.

Der 2022 gegründete Arbeitskreis verfolgt das Ziel, geschlechtsspezifische Gesundheitsthemen für Jungen* und Männer* in Stuttgart nachhaltig zu vernetzen, weiterzuentwickeln und fachlich zu stärken. Im Rahmen der kommunalen Chancengleichheitspolitik nimmt er Jungen* und Männer* in allen Lebensphasen in den Blick, mit besonderem Fokus auf sozial benachteiligte, von Armut bedrohte sowie bildungsferne Gruppen. Eine intersektionale Perspektive – einschließlich der Berücksichtigung von Rassismus als gesundheitlichem Einflussfaktor – bildet dabei einen zentralen Ansatz. Die erarbeiteten Erkenntnisse und Empfehlungen fließen zudem in die Stuttgarter Gesundheitskonferenz ein.

Weitere Details im Grundlagenpapier des AK. Folgende Aktivitäten wurden außerdem vorgestellt:

  • Interner „Stuttgarter Männertag“ für Beschäftigte der Landeshauptstadt Stuttgart
  • Stuttgarter „Spielzimmer auf Zeit“ für getrenntlebende Eltern, die keine Wohnung in Stuttgart haben und dort Zeit mit ihren Kindern verbringen können
  • Gruppe für getrenntlebende Väter in Stuttgart
  • Sensibilisierungskampagne „Vielfältige Männlichkeiten“ u.a. mit der Bierdeckelaktion „Dreh das mal um“

Im Anschluss stellten Julian Stache und Philipp Hausmann die Entstehungsgeschichte und den Inhalt ihres Podcasts „Schwanzegal, aber Hodenwichtig“ vor. Nachzulesen und zu hören hier: https://www.schwanzegal-aber-hodenwichtig.de/

Gunter Neubauer vom Sozialwissenschaftlichen Institut Tübingen (SOWIT) berichtete im Anschluss über das Ausbildungsprojekt HelpMen Train the Trainer.

Das Projekt zielt darauf ab, die gesundheitliche Lage von Männern durch bessere gesundheitliche Grundbildung zu verbessern. Dazu sollen Multiplikator:innen sensibilisiert und qualifiziert werden, um ein speziell entwickeltes Ausbildungskonzept zur Gesundheitsbildung von Männern in ihrer Praxis umzusetzen. Dieses ist frei zugänglich auf einer eigenen Plattform mit allgemeinverständlichen Einführungstexten, Dos und Don’ts sowie detaillierten Methodenvorschlägen. Siehe: https://www.elearning-politik.net/moodle39/course/view.php?id=1264

Christoph Schwamm vom Institut für Geschichte und Ethik der Medizin Heidelberg bereicherte das Treffen mit zwei Anschauungsobjekten aus der medizinhistorischen Sammlung des Instituts – dem „Erlanger Apparat“ und einem anatomischen Atlas, Nachdruck von Vesalius‘ De humani corporis fabrica von 1543.

Der „Erlanger Apparat“ war ein in der Universitätsklinik Erlangen entwickeltes Gerät zur Behandlung von sogenannten Kriegszitterern – Soldaten mit Traumafolgen oder Kriegsneurosen des Ersten Weltkriegs, auch als „Granatschock“ bezeichnet. Die Methode, die versuchte, psychische Leiden wie PTBS mittels Elektroschocks zu „heilen“, war umstritten und wird heute stark kritisiert.

Stefan Beier, ein Gründungsmitglied des Netzwerks, hatte daran gedacht, dass das Netzwerk am 7. November 2025 sein 20-jähriges Jubiläum hatte. Ein Grund zur Freude – und für einen Sekt.

Im Anschluss wurden folgende Netzwerkthemen besprochen:

  • Der Webauftritt des Netzwerks ist jetzt werbefrei.
    • Das bringt Kosten von ca. 90 Euro/Jahr mit sich. Es wurde vereinbart, diese zukünftig bei der Teilnahmegebühr für Fachtag/Netzwerktreffen einzukalkulieren.
  • Wie weiter mit den Ergebnissen und Forderungen des 6. Männergesundheitsberichts der Stiftung Männergesundheit „Gewalterfahrungen von Jungen und Männern und Folgen für ihre Gesundheit“?
    • Publikation der Abstracts in Deutsch und Englisch ist geplant
    • Social-Media-Beiträge zu Berichtsinhalten durch die Bundesfach- und Koordinierungsstelle Männergewaltschutz (BFKM)
    • Thema proaktiv platzieren, Interview-Anfragen bedienen
    • Ergebnisse auf wissenschaftliche Kongresse und Fachtagungen bringen
  • Wie geht’s weiter mit Aktionsformaten, die wir mit bedient haben, wie der Internationalen Männergesundheitswoche, dem internationalen Männertag, dem Tag der ungleichen Lebenserwartung?
    • Männergesundheitswoche: noch kein offizielles Thema  bekannt, in B-W werden vsl. die Themen Männerschuppen und Einsamkeit aufgegriffen, dazu auch die 1. Stuttgarter Männerwanderung und ein eigener Fachtag am 11.11. in Stuttgart
    • Tag der ungleichen Lebenserwartung: in 2025 keine eigene Kampagne der Stiftung Männergesundheit, stattdessen Konzentration auf Publicity für den 6. Männergesundheitsbericht – 2026 noch offen
    • Internationaler Männertag 19.11.: mittlerweile gut etabliert, wenn auch in gewisser Konkurrenz zum Weltmännertag am 03.11. – gut geeignet für eigene Aktionen und Veranstaltungen vor Ort
  • Männergesundheit im Rahmen des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)
    • Es wurde verabredet, dass sich Stefan Beier und Anne Starker (als gelistete Mitglieder) beim BIÖG melden und eine Löschung anregen. Sie wollen auch die anderen Mitglieder aus unseren Zusammenhängen darauf ansprechen.
  • Fact-Sheets zur Männergesundheit
    • Geplant und in Bearbeitung sind zwei Fact-Sheets zur „Teilnahme von Männern anFrüherkennungsuntersuchungen“ und zur „Lebenserwartungsdifferenz zwischen Männern und Frauen“, die in Zusammenarbeit von Gunter Neubauer, Philipp Hausmann, Juliane Rahl und Anne Starker weiter ausgearbeitet und im Lauf des ersten Halbjahrs 2026 fertiggestellt werden sollen.

Das nächste Netzwerktreffen ist für das Frühjahr 2027 in Sachsen geplant, Ort und Zeit werden rechtzeitig bekannt gegeben. In die Vorbereitung steigen Torsten Siegemund und Stefan Beier mit ein. Für die Koordination haben sich Gunter Neubauer, Juliane Rahl und Anne Starker gemeldet. Weitere Unterstützer:innen aus dem Netzwerk sind herzlich eingeladen, sich aktiv einzubringen.

Allen Beteiligten und dem Vorbereitungsteam ein herzlicher Dank!

Protokoll: Anne Starker

Petition zum Gewalthilfegesetz  

Das Bundesforum Männer weist in seinem aktuellen Newsletter BFM Intern 04/2025 auf eine kürzlich gestartete Petition zum Gewalthilfegesetz hin.
„Das Gewalthilfegesetz (GewHG) richtet sich derzeit an gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder. Der Väteraufbruch für Kinder e. V. (VAfK) hat gemeinsam mit weiteren Akteuren eine Petition gestartet, die fordert, den Geltungsbereich auf alle Kinder und alle Geschlechter auszuweiten, sodass Unterstützungsangebote unabhängig von Geschlecht oder familiärer Situation genutzt werden können.“
Zur Petition

Was ist das Problem?
Das aktuelle Gewalthilfegesetz definiert staatlichen Schutz als Schutz für „Frauen und ihre Kinder“. Dadurch werden viele Gewaltbetroffene ausgeschlossen: Kinder, die nicht bei ihren Müttern leben, sowie Männer, queere und nicht-binäre Personen. Diese Ungleichbehandlung verstößt gegen den Gleichheitssatz des Grundgesetzes und widerspricht auch der EU-Richtlinie 2024/1385, die einen geschlechtsneutralen Schutz aller Gewaltopfer verlangt.

Die politische Lage
Trotz erheblicher verfassungsrechtlicher Bedenken wurde das Gesetz im Januar 2025 verabschiedet und bislang nicht nachgebessert. Auch der Koalitionsvertrag 2025 enthält keine konkrete Aussage zur Reparatur. Ohne Bewegung von CDU/CSU und SPD gibt es derzeit keine parlamentarische Mehrheit für ein diskriminierungsfreies Gewalthilfegesetz.

Zielrichtung der Petition
Bereits ein Viertel aller Bundestagsabgeordneten kann eine abstrakte Normenkontrolle beim Bundesverfassungsgericht beantragen. Dieses könnte verbindlich klären, ob das Gewalthilfegesetz in seiner jetzigen Form mit dem Grundgesetz vereinbar ist, und gegebenenfalls eine Korrektur herbeiführen. Die Petition fordert die Abgeordneten des 21. deutschen Bundestags auf, diesen Schritt unverzüglich einzuleiten.

Die wichtigsten Argumente
1. Schutz für alle Betroffenen häuslicher und geschlechtsspezifischer Gewalt gewährleisten – insbesondere bestehende Schutzlücken bei Kindern schließen
2. EU-Rechtskonformität herstellen und aufwändige Doppelreformen vermeiden
3. Vertrauen in den Rechtsstaat stärken und gesellschaftliche Spaltung verringern

Die Kernbotschaft
Gewalt kennt kein Geschlecht. Ein Rechtsstaat darf Menschen weder aufgrund ihres Geschlechts noch ihrer Familienkonstellation von Gewalthilfe ausschließen – und keine Opfer zweiter Klasse schaffen.

Interview: Gewalt, Trauma und Prävention

AOK Gesundheit + Gesellschaft 12/2025: Ralf Ruhl spricht mit Prof. Dr. Anne Maria Möller-Leimkühler über Gewalt und psychische Erkrankungen. Entgegen gängiger medialer Zuschreibungen sind psychisch kranke Männer nicht per se gewalttätig.

Gewalterfahrung kann Männer zu Tätern machen. Der beste Schutz ist eine adäquate Therapie.

Im Kontext des 6. Deutschen Männergesundheitsberichts der Stiftung Männergesundheit (SMG) spricht Ralf Ruhl mit Prof. Dr. Anne Maria Möller-Leimkühler über den Zusammenhang von Gewalt, psychischen Erkrankungen und Prävention. Sie räumt mit dem verbreiteten Stereotyp auf, psychisch kranke Männer seien grundsätzlich gewalttätig, und betont stattdessen die zentrale Rolle früher Traumatisierungen durch Vernachlässigung, Missbrauch und Gewalterfahrungen. Männer mit psychischen Erkrankungen sind häufiger Opfer als Täter von Gewalt, was ihre gesundheitlichen und sozialen Belastungen weiter verschärft.

Der wirksamste Schutz vor Gewalt liegt laut Möller-Leimkühler in einer frühzeitigen, kontinuierlichen medizinischen und psychotherapeutischen Behandlung. Gleichzeitig kritisiert sie den Mangel an spezifischen Beratungs- und Hilfsangeboten für gewaltbetroffene Männer und fordert deren flächendeckenden Ausbau sowie einen offeneren Umgang mit männlichen Gewalterfahrungen jenseits tradierter Geschlechterrollen.

https://www.aok.de/pp/gg/magazine/gesundheit-gesellschaft-12-2025/interview-gewaltverhalten-von-psychisch-kranken/

Medienecho zum 6. Männergesundheitsbericht

Trotz Pressekonferenz und Pressemitteilung ist das Medienecho zum 6. Männergesundheitsbericht „Gewalt gegen Jungen und Männer und die Folgen für ihre Gesundheit“ noch sehr begrenzt. Die bisherigen Überschriften stellen die Tatbetroffenheit („Opfer“) dem Mannsein und der Männlichkeit kontrastiv gegenüber – und begünstigen damit den aus Psychologie und Medienforschung bekannten Continued Influence Effect: Fehlinformationen wirken weiter, selbst wenn man sie korrigiert.

Dazu tragen die – sicher gut gemeinten – Überschriften besonders bei, indem sie 1. ein polarisierendes Framing, 2. Stereotype als implizite Fehlinformation, 3. emotionale Aktivierung durch den Begriff „Opfer“ und 4. mentale Vereinfachung durch prägnante, leicht merkbare Bilder erzeugen, die kognitiv persistent bleiben und Differenzierungen im Text nachhaltig überdecken können. Immerhin der erste Teaser macht es schon mal etwas besser.

“Opfer oder Mann” – Warum viele Männer über Gewalt nicht sprechen. Von Susanne Lohse (epd)
Evangelische Zeitung, 26.11.2025
Gewalt hinterlässt Spuren – körperlich wie seelisch, bei Männern wie bei Frauen. Um „Gewalterfahrungen von Jungen und Männern und die Folgen für ihre Gesundheit“ geht es am Freitag (28. November) bei einem Fachtag in Heidelberg, ausgerichtet anlässlich des sechsten Deutschen Männergesundheitsberichts der Stiftung Männergesundheit (Berlin).
https://evangelische-zeitung.de/opfer-oder-mann-warum-viele-maenner-ueber-gewalt-nicht-sprechen

Bericht zu Gewalterfahrungen von Männern – „Opfer zu werden, ist das Gegenteil von Männlichkeit“ Von Angela Stoll (RND)
RedaktionsNetzwerk Deutschland, 27.11.2025
Männer gelten vor allem als Täter. Dass sie auch immer wieder zu Opfern werden, wird kaum wahrgenommen. Daher widmet die Stiftung Männergesundheit ihren aktuellen Bericht dem Thema Gewalterfahrungen von Jungen und Männern. Mitherausgeberin Anne Maria Möller-Leimkühler erklärt die Hintergründe.
https://www.rnd.de/gesundheit/stiftung-maennergesundheit-veroeffentlichen-bericht-zu-gewalterfahrungen-von-maennern-MVEJF6JJXZCPLPVY2LS3XVEUEU.html

HPV bei Jungen und Männern · Vortrag hybrid · verschoben auf Januar

Der ursprünglich für Mittwoch 10. Dezember 2025 geplante Termin wird auf Januar 2025 verschoben!

HPV bei Jungen und Männern – Eine Viruserkrankung mit lebenslangen Konsequenzen. Prävention, klinische Symptomatik, Therapie

Beginn: 19.00 Uhr

Ort: Stiftung Männergesundheit, Leipziger Str. 116, 10117 Berlin und online via ZOOM

Referentin: Dr. med. Tatjana Gabbert, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin, Beauftragte für Jungenmedizin im Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ)

Anmeldung: Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung über das Online-Formular oder per Mail bei Juliane Rahl – bitte mit Angabe, ob Teilnahme online oder vor Ort. Ein Teilnahmelink wird nach der Anmeldung per Mail zugeschickt.

Die Veranstaltung wird durch die freundliche Unterstützung von MSD ermöglicht und findet im Rahmen der Kampagne Entschieden. Gegen Krebs statt.

stiftung-maennergesundheit.de

Praxisseminar Männergesundheit · Dresden 04. + 05.12.25

Wie bringt man Gesundheit an den Mann? Beileibe nicht nur eine Frage des Marketings! Männerspezifische Gesundheitsbedarfe bleiben oft unerkannt, und so laufen gut gemeinte Angebote ins Leere. Würden Sie’s gern anders machen? Dann schnell anmelden zu unserem zweitägigen

Praxisseminar Männergesundheit vom 4. bis 5. Dezember 2025 in Dresden
mit Männergesundheitsexperte Stefan Beier

Hier vermitteln wir Grundlagen und Hintergründe, beleuchten die Praxis und förden die Anwendung im Ihrem Arbeitsfeld!

Mehr Info und Anmeldung hier

Beste Grüße
Stefan Beier, Bildungsreferent Männergesundheit + Männerberatung

Landesfachstelle Männerarbeit
bei der Landesarbeitsgemeinschaft Jungen- und Männerarbeit Sachsen
Schlesischer Platz 2 | 01097 Dresden | 0351 27514553
www.fachstelle-maennerarbeit.de

Symposium zum 6. Männergesundheitsbericht · Berlin und online · Mi 19.11.25 11:00

Am 19. November 2025, dem Internationalen Männertag, ist es soweit. Der 6. deutsche Männergesundheitsbericht zum Thema „Gewalterfahrungen von Jungen und Männern und die Folgen für ihre Gesundheit“ wird veröffentlicht.

Zu diesem Anlass veranstaltet die Stiftung Männergesundheit ein Symposium, auf dem die Herausgeberin Prof. Anne Maria Möller-Leimkühler, der Herausgeber Prof. Martin Dinges sowie vier der Autoren und Autorinnen den Bericht und einige Kapitel daraus vorstellen. 

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen. Das Symposium findet vor Ort in Berlin als auch online statt.

Mittwoch, 19. November 2025, 11.00 – 13.30 Uhr
• Capital Club Berlin, Anton-Wilhelm-Amo-Straße 30, 10117 Berlin oder online via Zoom

Das Programm findet sich hier: stiftung-maennergesundheit.de/veranstaltungen

Registrierung
Die Teilnahme ist kostenfrei, Anmeldung bei Juliane Rahl rahl@stiftung-maennergesundheit.de – bitte mit Name, Organisation und der Angabe, ob Online- oder Vor-Ort-Teilnahme. Bei Online-Teilnahme folgt ein Zoom-Link.

Die Stiftung Männergesundheit freut sich über eine zahlreiche Teilnahme!
stiftung-maennergesundheit.de

Einladung zum Netzwerktreffen 2025 · Heidelberg, Fr 28. + Sa 29.11.

Freitag 28.11.2025

tagsüber: Fachtag Gewalterfahrungen von Jungen und Männern und die Folgen für ihre Gesundheit – Vorstellung des 6. deutschen Männergesundheitsberichts

ab 19.00 Uhr Come together
Alte Gundtei – „Turkish cuisine“, Zwingerstraße 15A, 69117 Heidelberg

Übernachtungsempfehlung
Hotel Panorama, Bismarckstraße 19, 69115 Heidelberg


Samstag 29.11.2025

Wann: 9.30 bis 15.30 Uhr
Wo: Bibliothek des IGEM, Im Neuenheimer Feld 327, 69120 Heidelberg


P R O G R A M M

Beginn mit einer Runde zum Kennenlernen der Teilnehmenden und des Netzwerks

Praxispräsentationen

  • Arbeitskreis Jungen*- und Männergesundheit und weitere Aktivitäten in Stuttgart – N.N.
    • Beiträge zur männerspezifischen Gesundheit in der Stadtgesellschaft
  • Podcast Schwanzegal, aber Hodenwichtig – Julian Stache, Gesundheitsamt Nürnberg, und Dr. Philipp Hausmann, Urologe (angefragt)
  • Mental Rave Network – Sascha Möckel, Dresden
  • Kommunale Männergesundheitsförderung (Broschüre für Gleichstellungsbeauftragte) – Sascha Möckel, Dresden
    • Männergesundheit im Rahmen der kommunalen Gleichstellungsarbeit – wie können wir Gleichstellungsbeauftragte gewinnen?
  • Wer Ideen für weitere Impulse hat oder gerne etwas einbringen will: Gerne beim Team melden!

Mittagsimbiss

Netzwerkthemen

  • Wie weiter mit den Ergebnissen und Forderungen des 6. Männergesundheitsberichts?
  • Wie geht’s weiter mit Aktions-Formaten wie der Internationalen Männergesundheitswoche, dem Tag der ungleichen Lebenserwartung, dem Internationalen Männertag?
  • Wie erreichen wir Männer, Multiplikator:innen, institutionell und politisch Verantwortliche besser? Wo gibt’s (mehr) Geld für Männergesundheit? Wie lässt sich das Netzwerk vitalisieren? Wie finden wir Themenbotschafter?
  • Männergesundheit im Rahmen des BIÖG / BMG: Was gibt’s außer dem Männergesundheitsportal mit beratendem Arbeitskreis?
  • Weitere Themen zu Bearbeitung: Sexualisierte Gewalt gegen Jungen, Männer mit Assistenzbedarf

Planungsthemen

  • Koordination der Netzwerkaktivitäten
  • Netzwerktreffen Frühjahr 2027 – Einladung nach Dresden

Anmeldung und Kontakt:
Bitte mit einer kurzen Mail an Christoph Schwamm

Vorbereitungsteam:
Sascha Möckel, Gunter Neubauer, Juliane Rahl, Christoph Schwamm, Anne Starker